iPad Mini Test

Das iPad mini – zu winzig, um zu begeistern?

Leise hat sich das Apple iPad Mini in die digitale Welt geschlichen. Um keines der Produkte des amerikanischen Mediengiganten wurde so wenig Wirbel gemacht wie um das kleine Tablet. Doch ist es tatsächlich so unspektakulär oder weiß es ebenso zu begeistern wie seine aufsehenerregenden Brüder iPad Pro, iPad Air oder gar das Macbook? Unser iPad mini 4 Test klärt über das funktionelle Apple-Früchtchen auf. Wir verschaffen Ihnen einen Überblick und geben Ihnen die Möglichkeit, Ihr eigenes Urteil über den kleinen Sprössling aus renommiertem Hause zu fällen.

iPad-mini-test

Optische Aufwertung durch schmaleres Design

Äußerlich erwartet den Interessierten eine verfeinerte Version des iPad mini 2. Lag dieses mit seinen 7,5 Millimetern Tiefe einigen Nutzern eckig in der Hand, punktet das iPad mini 4 mit nur 6,1 Millimeter Dicke. Das sind beinahe 20 Prozent Einbuße, die sich im Handling positiv bemerkbar machen. Durch sein geringes Gewicht von nicht einmal 300 Gramm ist längeres Arbeiten mit dem Tablet kein Problem. Die Verarbeitung ist gewohnt erstklassig und lässt keinen Raum für Kritik. In der Farbgebung setzt Apple auf die bewährten Gehäusefarben Gold, Silber und Spacegrau.

ipad-mini_test

Der iPad mini 4 Test beweist – da sitzt was drin!

Features, die Sie auch beim Vorgänger finden, sind ein 7,9 Zoll Retina Display, die Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln und die Fett abweisende Beschichtung. Eine Erneuerung hingegen erfuhr das Display des iPad mini 4. Durch eine neue Technik, die Apple mit dem Begriff „voll laminiertes Display“ umschreibt, werden die Farben wirklichkeitsnaher, Kontraste eindeutiger, der Gesamteindruck lebendiger. Drei separate Schichten werden bei diesem Verfahren auf eine einzige Displayschicht reduziert, die weniger Platz für lästige Reflexionen bietet. Gleichzeitig sorgt eine Antireflex-Beschichtung für weniger Blendeffekte. Selbst bei direktem Sonnenlicht lässt sich das Display einfach ablesen.

iPad_mini-testAufgepeppt wurde zudem die Leistung. Beim neuesten Winzling der Mini-Reihe setzt Apple auf den A8-Chip, der bereits im iPhone 6 verbaut wird. Dieser gewährleistet eine höhere Geschwindigkeit bei allen anfallenden Abläufen. Nicht nur das Gerät startet schneller, auch Apps und Spiele sind zügiger aufgerufen, laufen rund und ohne Komplikationen. Im Vergleich zum A7-Prozessor ist die Leistung bei Grafik und CPU um einiges schneller (CPU 1,3 x, Grafik 1,6 x). Abgerundet wird das Upgrade des iPad mini 4 durch den auf 2 GB erweiterten Arbeitsspeicher. Im iPad mini Test schnitt daher auch das Arbeiten mit dem Tablet mit „sehr gut“ ab. Bereitete das Öffnen mehrerer Tabs in Safari dem Vorgänger noch Probleme beim Nachladen, sind diese beim iPad mini 4 nicht mehr zu spüren. Das flotte Tempo beim Video drehen oder schneiden, beim Generieren von Schnappschüssen und die sofortige Präsenz der Kamera sind Vorzüge, die positiv ins Gewicht fallen.

iPad-Akkulaufzeit

Grafik, Prozessor, Display, WLAN – alle brauchen den berüchtigten Saft! Je detaillierter ein Produkt ausgestattet ist, desto mehr Strom benötigt es. Wie lange hält das kleine iPad mit seiner aufwendigen Verarbeitung durch? Rechnen Sie mit ungefähr 10 Stunden Laufzeit. Dieser Wert liegt, legt man eine Auswahl der auf dem Markt angebotenen Tablet-PCs zugrunde, in der Oberklasse. Viele User sind mit dieser Laufzeit sehr zufrieden.

ipadair_testFeatures – alt und neu

Die iSight-Kamera des iPad mini 4 bietet ordentliche 8 Megapixel und weist ganze 3 Megapixel mehr auf als der Vorgänger. Die Qualität der Fotos ist detailgetreu und kontrastreich. Sie erfüllt die Erwartungen an eine Kamera in der Kategorie Tablet-PC einwandfrei. Neu hinzu kommen der Serienbildmodus, Selbstauslöser und die Möglichkeit, HDR Fotos und Videos aufzunehmen. Im Bereich Video poliert Apple sein Produkt mit einer Zeitlupenfunktion auf. Nach wie vor mit an Bord sind Gesichtserkennung, rückwärtige Belichtung und Face Time.

Das Audiosystem bringt keine Verbesserungen mit sich. Für optimalen Hörgenuss empfiehlt sich die Nutzung separater Lautsprecher. Siri befolgt auch in dieser iPad-Ausführung die Befehle des Besitzers. Mit Bluetooth 4.2 ist ein energiesparender Datenaustausch möglich. Der Käufer hat die Wahl zwischen WiFi- und WiFi-LTE-Gerät. Integriert wurde erstmalig in ein iPad mini die TouchID, die per Fingerabdruck den Zugang freischaltet.

Der Preis ist heiß

Zwei Versionen des Apple iPad mini sind derzeit auf dem Markt erhältlich. Das hier im iPad mini Test besprochene 4er-Modell sowie der Typ iPad mini 2. Das dazwischenliegende iPad mini 3 wurde aus dem Programm genommen. Preislich orientiert sich das Tablet an den vorangegangenen Modellen. Zur Verfügung stehen die Minicomputer mit 16 GB, 64 GB und 128 GB Speicherkapazität. Um die günstigste Variante mit 16 Gigabyte zu erstehen, sind 389 Euro nötig. Das nächsthöhere Gerät verlangt 489 Euro, das iPad mini 4 mit 128 Gigabyte ruft 589 Euro auf den Plan. Wer mit den jeweiligen LTE-Ausführungen liebäugelt, muss 120 Euro mehr ausgeben.

ipadairtest

iPad Mini Test Fazit

Unsere eingangs gestellte Frage, ob das kleine Tablet begeistern kann, beantworten wir mit einem klaren „Ja“. Trotz oder gerade wegen seiner übersichtlichen Abmessungen beweist es Größe. Im direkten Vergleich zu seinem Vorläufer bietet es einige Neuerungen. Das iPad mini 4 ist dünner, leichter, schneller und leistungsfähiger. Wer die famosen Produkte von Apple liebt, wird mit diesem kleinen Glanzstück seine große Freude haben.

Das perfekte Design, die passable Akkulaufzeit, die top Verarbeitung und das erstklassige Display sind Gründe genug, die Anschaffung des iPad mini 4 in Erwägung zu ziehen. Dass Apple seine Preise nicht zimperlich gestaltet, ist bekannt. Und so ist die Preisspanne von 389 Euro bis 589 Euro ohne Extras keine große Überraschung.

Jetzt zum günstigsten Amazon Angebot

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*